Weil heute Tag der Kriminalitätsopfer ist…

22. März 2013  Gedanken zum Moment

Der Tag der Kriminalitätsopfer wurde vom Weissen Ring erfunden. Das Anliegen ist zu loben, es soll an die Situation der Opfer von Kriminalität und Gewalt erinnert werden.

Der Weisse Ring bleibt aber leider in seiner Betrachtung der Welt in einem sehr beschränkten Gut-Böse-Schema stecken. Hier die bösen Kriminellen, dort die anderen guten Menschen. Das kann natürlich auch nicht anders sein, denn der Verein ist fest in der Hand der CDU. Die Vorsitzende, Roswitha Müller-Piepenkötter, war  Justizministerin in NRW und ist durch diese Petitesse aufgefallen (und wehe, irgendwer beschwert sich noch einmal über Hartz-IV-Empfänger, die wegen Centbeträgen klagen…), im geschäftsführenden Vorstand befindet sich auch Volker Kauder.

In diesem simpel-konservativen Weltbild wird eine Opfergruppe kaum Platz finden, der Lage aber besonders bedrückend ist. Ich spreche von den Opfern von Polizeigewalt.

Die Polizei genießt nach Umfragen in unserem Land ein hohes Vertrauen. Um so schlimmer ist es, wenn der Kontakt mit der Polizei zu Übergriffen, Erniedrigungen oder gar Verletzungen führt. Die Betroffenen sind dann in der Regel in ihrem Grundvertrauen gegenüber unserem Staatswesen erschüttert und verunsichert. Wenn sich derjenige, der schützen soll, als Gefahr erweist ist das Gefühl der Schutzlosigkeit traumatisch.

Hier dazu ein aktueller Link zu einem genau beschriebenen Vorfall unglaublichen Versagens der Polizei und hier ein Link zur Amnesty International Koordinationsgruppe 2905 Polizei und Menschenrechte.


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