30. 07. 2013

30. Juli 2013  Tagebuch

Ein wenig habe ich schon gegrübelt, was mein Wahlblog hier bringen kann. Denn klar ist doch: alle grundsätzlichen Dinge werden im Wahlprogramm geklärt, zu den tagesaktuellen Fragen äußern sich unsere Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker, das ist als Newsfeed in diese Seite eingebunden. Was also bleibt für einen Direktkandidaten in einem so heterogenen Wahlkreis wie dem WK 160 also zu tun, wenn man sich nicht in ewiger Redundanz  üben möchte?

Meine jetzige Vorstellung kommt einem Tagebuch nahe. Ich erzähle Ihnen und Euch einfach, was mir so in den Tagen bis zur Wahl widerfährt, im Wesentlichen will ich das auch auf den Aspekt der Vorbereitung dieser Bundestagswahl beschränken. Natürlich durchmischt sich hier vieles, denn ich bin ja auch halber Kreisvorsitzender und Stadtratsmitglied in Dresden, und die Politik ist nicht so trennscharf in solchen Fragen.

Also dann los:

Eigentlich warte ich schon seit meiner Aufstellung als Direktkandidat auf so etwas wie einen Schub an Terminen, aber bisher hielt sich das Interesse in Grenzen. Drei Diskussionsrunden durfte ich bereits besuchen, einmal die Gewerkschaftssenioren, einmal den Runden Tisch der Vorruheständler, Senioren und Körperbehinderten und einmal einen Akademiker-Ruhestandsverband. Zudem wollten einige thematische Webseiten unbedingt meine Meinung über ihr Thema wissen, heute war es diese hier. Ich bin gespannt, ob irgendeiner der Kommentatoren dort mal schreibt, er finde die aufgestellten Forderungen falsch. Wenn ihr da was lest, gebt mir Bescheid.

Zudem habe ich heute einen Brief geöffnet, keine Ahnung, ob die mich als Bundestagskandidaten meinen oder als Stadtrat, weil sie in die Stadtratsfraktionsgeschäftsstelle adressiert waren, aber das bedeutet nicht viel.  Er war vom Projekt Lebensmittelklarheit, informierte mich über deren Ziele mit einem kleinen Flyer und einem QR-Code. Die Seite dahinter les ich mal wenn mir langweilig ist, die eigentliche Webadresse ist nicht aufgedruckt. Auch wollen sie offenbar nichts direktes von mir, also kommt das erst mal zu den Akten.

Ein wenig  neugierig bin ich noch über die Ursachen einer Äußerung im ZDF-Sommerinterview mit Gregor Gysi. Dort erwähnte er ein Anreizmodell bei Hartz IV, also statt der Sanktionen für Menschen, die dem System unwillig gegenüberstehen Anreize für diejenigen, die sich mühen. Da ich vor einiger Zeit mit meiner Bundesvorsitzenden über so etwas ähnliches sprach, in meiner Vorstellung hätte man die „Eingliederungsleistungen“ des Jobcenters, also das euphemistische Fördern und Fordern, einfach abbestellen können, interessiert mich ja nun brennend, wer da auf eine ähnliche Idee gekommen ist.

 


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