16. 08. 2013

17. August 2013  Allgemein, Tagebuch

Es wäre wohl nicht angemessen gewesen, am Sterbetag Lothar Biskys hier im Wahlblog einen Eintrag zu veröffentlichen. Unser Wahlkampfgeschehen hat, mitfühlend, auch eine kleine Pause gemacht. Wir haben uns darauf beschränkt, noch einmal telefonisch mit einem großen Teil der Dresdner Genossinnen und Genossen Kontakt aufzunehmen und die heute ab Mitternacht beginnenden Plakatierungen vorzubereiten.

Das der Wahlkampf nun aber doch zunimmt kann man an den Schwindeleien erkennen, die beginnen. Die erste ist mir aufgefallen, als die Dresdner Neuesten Nachrichten für diesen Artikel anriefen. Die so: „Wie viele Plakate wollen sie aufhängen?“ Ich so: „Was haben die anderen Parteien gesagt?“ Die dann so: “ Die CDU 1000, die SPD 1100 je Wahlkreis, die Grünen 800…“. Ich: jetzt habe ich die Wahl, entweder ich lüge genauso schamlos oder ich mache eine allgemeine Aussage über unsere Pläne.“ das Ergebnis kann man ja lesen.

Schlimmer als diese kleine Schwindelei der Parteien über die Plakatezahlen, die ja von der Angst getrieben ist, zu hohe Zahlen kämen schlecht an, war die verlogene Petzerei des Dresdner FDP-Vorsitzenden Lohmeyer. Die schlug sich in allen Lokalzeitungen nieder, online hier auch bei der DNN. In seinem Ärger darüber, dass unsere (natürlich genehmigten) Großflächenplakate bereits stehen, hat Lohmeyer uns Regelverstöße vorgeworfen. Ich kann nur sagen: Bei uns ist keine Aufforderung der Stadt angekommen, irgendetwas zu entfernen. Aber Lohmeyer weiss: wirft man mit Dreck bleibt immer etwas hängen.

Pünktlich um Mitternacht haben hingegen unsere Teams angefangen in der Stadt Plakate anzubringen. An einem hab ich mich auch versucht, das Bild sieht man oben. Es ist das erste mal, dass mein Portrait in der Stadt und im Wahlkreis so häufig und lange zu sehen ist. Bestimmt werde ich jetzt ganz berühmt und alle Menschen mögen mich. Das Plakat auf dem Bild haben wir gegenüber in Sichtweite des Frida-Konsums auf der Tolkewitzer Straße angebracht. Dort geh ich immer mit Hans, meinem dreijährigen Sohn, nach dem Kindergarten einkaufen. Bananensaft, Obst, Leckereien für den Abend. Sicher bekomme ich da jetzt immer besondere Hinweise auf neue und spannende Produkte. Aber in punkto Prominenz konkurriert man in Blasewitz ja mit gefühlten 1000 anderen.

Der MDR hatte gestern das Bedürfnis, Katja Kipping am Infostand und beim Besuch der Ausstellung „MS Reichtum“ zu beobachten. Zur Vervollkommnung bin ich dort auch hinbeordert worden. Der Stand wurde über einer blassen Kreideschrift aufgebaut, von den Jusos stammend, die den Weg zur Gerechtigkeit wies. Bis zur Wahl haben Regen und Wind dies sicher beseitigt.

In der Ausstellung selbst war ich ja bereits und konnte so hilfreich auf besonders wertvolle Ausstellungsstücke verweisen. Wir trafen dort, zufällig, auf Dirk Syndram, der eben durch die Ausstellung geführt wurde.

Die Flut der Wahlprüfsteine nimmt gerade zu, vor allem habe ich die Übersicht verloren, weil sich einige garnicht bis zu meinem Posteingang verirren, sondern in der Landesgeschäftsstelle auflaufen und dann von dort mir allerlei Ausfüllhinweisen (Hat derunder schon beantwortet, ändert bitte nur Antwort 5) weitergeleitet werden. Die Sonntagsmuse wird mir helfen, dieses Problem zu lösen.

 

 

 


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