Beiträge vom August 2013

02. 08. 2013

03. August 2013  Allgemein, Tagebuch

Ein Bundesverband der Familienunternehmen lies mir einen Brief zukommen. Dort ächzen und stöhnen die Kolleginnen und Kollegen schon einmal prophylaktisch über die eventuell kommende Vermögenssteuer. Da bin ich aber nicht allzu mitleidig.

In der Geschäftsstelle war man heute mit der Vorbereitung unserer Wahlaktivtagung am Montag beschäftigt. Und ich hörte im Hintergrund von aktivem Mailverkehr über die Frage, woher man denn nun noch schöne T-Shirts im Parteidesign für mich (?) bekäme. Genossinnen und Genossen: Bei aller Treue zur Sache: In einem Parteishirt gewinne ich keine einzige Stimme dazu. Echt.

Neues Wahlmaterial ist eingetroffen. Wahlzeitungen zum Bestücken der Briefkästen und Personenflugblätter. Hübsch sehen sie aus, und mit dem Abstand von ein paar Wochen klingen die von mir zugelieferten Texte über mich selbst ganz überzeugend.

Eine wissensdurstige Mail kam auch noch an:

Sehr geehrter Herr Kießling,

die Bundestagswahl steht vor der Tür. Wie Sie wissen, sind viele Wählerinnen und Wähler noch unschlüssig, welcher Partei und welchen Kandidaten sie ihre Stimme geben sollen. Eine kürzlich veröffentliche Umfrage der Ensys AG ergab, dass für 62% aller Deutschen die Energiepolitik der Bundestagsparteien eine maßgebliche Rolle spielt. 19% und damit fast jeder fünfte Bundesbürger macht sein Kreuzchen explizit vom Standpunkt einzelner Parteien zu Energiethemen abhängig.

Auch für den Bundesverband WindEnergie und seine rund 20.000 Mitglieder ist es von essentieller Wichtigkeit zu wissen, welche Standpunkte von den Kandidaten für ein Direktmandat für den 18. Bundestag zum Thema Energiepolitik im Allgemeinen und zur Windenergie im Besonderen vertreten werden.

Aus diesem Grunde möchten wir Ihnen gerne nachfolgend einige Fragen stellen und um Rücksendung der beantworteten Fragen an diese Email-Adresse bitten. Den Fragebogen können Sie bequem elektronisch ausfüllen.

Die Antworten sollen unseren Mitgliedern helfen, am 22. September 2013 die richtige Wahlentscheidung zu treffen.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen!

Henning Dettmer

Geschäftsführer
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Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) / German Wind Energy Association
Neustädtische Kirchstraße 6
10117 Berlin

T +49 (0)30 / 212341-210
F +49 (0)30 / 212341-410

www.wind-energie.de 

Rechtsform: Eingetragen im Vereinsregister Berlin-Charlottenburg: VR 27538, Präsidentin: Sylvia Pilarsky-Grosch

 

Ich werd dem Herrn Dettmer mal die Frage stellen, ob ich meine Antwort auch direkt an alle seine Mitglieder senden kann, die im Wahlkreis 160 wohnen. Warum sollten sich denn die anderen bei ihrer Wahlentscheidung von meiner Meinung beeinflussen lassen?

Und ganz am Ende hat mich mein Jugendverband noch auf diese Seite hingewiesen. Ich hab da gerade eine Weile gesucht und die Stelle zum Unterzeichnen nicht gefunden. Wer sie mir als Link zuschickt gewinnt ein Glas Sekt bei unserer Wahlparty. Das Angebot gilt aber nur so lange bis ich Thomas Blümel fragen konnte, der hats irgendwie geschafft.

Ach, und zwei Artikel hab ich noch verfasst, einen zu Rotrotgrün und einen zum CDU-Stadtrat Stübner und seiner Obsession für die Kindertagespflege

01. 08. 2013

01. August 2013  Tagebuch

Wenn man die Filterblase bei Facebook verlässt ist nicht viel los. Ob das den anderen Kandidatinnen und Kandidaten auch so geht? Die hier beobachten das ganze. Bin gespannt, wie sich das entwickelt. Auch wenn die Kollegen in einem etwas älteren Beitrag ihre Unfähigkeit zur Internetsuche gezeigt haben und meinten, ich sei da nicht vertreten: ICH HELFE.

Die Zeit hat heute einen wunderhübschen Artikel über Katja Kipping veröffentlicht, in dem ich die Ehre hatte erwähnt zu werden. Den Kollegen Locke, der diesen Artikel schrieb traf ich vor einigen Wochen im Bautzner Tor, und ich glaube wenn er alles schriebe was ich da so vor mich hin geredet habe könnte mir eine nachhaltige, aber nur sehr kurze Berühmtheit zu Teil werden. Allerdings war dieser Abend offenbar Anlass, mich in dieser Reportage zu Katja mit zu befragen. Etwas nostalgisch werde ich da schon, zugegeben.

Zu etwas ernstem: Heute ist der Tag, an dem der Rechtsanspruch auf einen Kinderkrippenplatz greift. Allerlei Reportagen und Berichte beschäftigen sich mit diesem Thema. Üblicherweise verbunden mit harter Kritik an den Kommunen, die diesen Anspruch nur schwer erfüllen. Ich will mich hier nicht anschließen! Ich habe verfolgt, mit welcher Anstrengung in meiner Stadt gearbeitet wurde, um hier die Bedürfnisse der Eltern und Kinder zu erfüllen. Noch vor ein paar Jahren wurde der grundsätzliche Anspruch nicht akzeptiert, es sollten nur die Eltern einen Kitaplatz bekommen, die auch Arbeit haben. Vor kurzem ging in Fachkreisen die Kunde, Städte und Gemeinden wollten den Rechtsanspruch kippen, da er nicht erfüllbar sei. Auch dies ist nicht eingetreten: wir haben einen akzeptierten Anspruch und ein, in aller notwendigen Einschränkung und mit allen darin inbegriffenen Mißerfolgen und Fehlleistungen, Bemühen, diesen zu erfüllen.

Was wir jetzt brauchen ist eine Diskussion um die Qualität und Ausgestaltung dieses Anspruches. dazu dient das Urteil des Kölner Verwaltungsgerichtes und der Kampf um einen besseren und meiner Überzeugung nach bedarfsgerecht differenzierten Betreuungsschlüssel.