Hinweis

Keine Kampfdrohnen!

25. März 2013  Hinweis

drohnenkampagne-bannerGestern ist die Initiative zum „Appell: Keine Kampf-drohnen!“ vor die Presse gegangen. Die Vorstellung, dass in irgendwelchen klimatisierten Büros in unserem Land Computermörder sitzen und per Knopfdruck irgendwo auf der Welt jemanden umbringen ist derartig abstossend, dass ich nur jedem empfehlen kann, diesen Appell zu signieren. Jemanden zielgerichtet per Tötungsinstrument ums Leben zu bringen ist ein klarer Verstoss gegen geltendes Recht. Würde der selbe Mensch gefasst und vor ein Gericht gebracht und schuldig gesprochen wären viele Strafen denkbar. Die Todesstrafe nicht. Wer sich dafür ausspricht, bewaffnete Drohnen anzuschaffen, will sie auch nutzen und verstößt damit gegen Artikel 2 Absatz 2 unseres Grundgesetzes, in dem unmißverständlich steht: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.“ Artikel 102 sagt: „Die Todesstrafe ist abgeschafft.“ Kann sich jemand ein Gesetz vorstellen, in dem das Recht auf Leben für potenzielle Drohnenopfer abgeschafft wird?

Zitieren möchte ich auch aus einer Rede von MdB Paul Schäfer:

Die pakistanische Regierung geht davon aus, dass in den vergangenen vier Jahren 22 al-Qaida Kommandeure und 800 Zivilisten durch Drohnenangriffe in ihrem Land getötet wurden. Das Bureau of Investigative Journalism kommt zu dem Ergebnis, dass zwischen 2.500 und 3.300 Menschen in Pakistan seit 2004 durch Drohnen getötet worden sind, davon zwischen 470 und 880 Zivilisten, inklusive von 176 Kindern. Hinzu kommen noch mehr als tausend Verletzte.

Ich hoffe, der Appell findet zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer.